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Der Schniederlihof

Das über 400 Jahre alte Bauernhausmuseum Schniederlihof auf 1050 Metern Höhe lässt Schwarzwaldgeschichte wieder aufleben. Denn der Schniederlihof zeigt noch heute originalgetreu das einst raue Leben auf den Schwarzwaldhöfen. Er wurde im Jahre 1593 erbaut, und das Museum vermittelt sachkundig und liebevoll, wie mit "Kuchi", dem "Schniedesel", der "Bühni" und der "guten Stub'" mit Herrgottswinkel das Leben der Schwarzwälder Bergbauern früher ausgesehen hat.

Der Schniederlihof ist ein typisches "Schauinslandhaus" mit einem großem Walmdach, unter dem Wohn- und Wirtschaftsräume und der Viehstall untergebracht waren.

Der Schniederlihof hatte keinen Kamin, zu kostbar war der Rauch, der durch das Herdfeuer in der "Kuchi" entstand: Er zog um die Balken nach oben in den Dachraum, räucherte in der Räucherkammer Speck und Würste und imprägnierte auf seinem Weg nach oben das Holz. Balken und Schindeln innen sind tiefschwarz.

In der "Guten Stube" ist der Platz des "Herrgottswinkels", also des "Hausaltars", hier wurde gemeinsam gegessen, gebetet und die Toten aufgebahrt. Die "Kunscht", ein Nebenofen zum offenen Küchenherd und mit diesem über Kanäle verbunden, beheizte auch die gute Stube.
In der Schlafkammer wurde auf Buchenlaub geschlafen, das die vielen Windbuchen des Schauinsland spendeten.

Das Leben in einem Bergbauernhof wie dem Schniederlihof gestaltet sich karg und mühsam, Vieh- und Weidewirtschaft bildeten die nicht gerade üppige Lebensgrundlage, Ackerbau war in der Höhe nicht möglich.

Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts wurde auf dem Schniederlihof gelebt und gearbeitet.

Eine Führung durch den Schniederlihof, in dem jeder Raum detailgetreu und liebevoll mit historischen Einrichtungsgegenständen, Werkzeugen, Bildern, Geschirr und anderem mehr bestückt ist, erweckt das Leben in dem Bergbauernhof aufs Neue.

Schniederlihof Hofsgrund
Gegendrumweg 3, 79254 Oberried-Hofsgrund

Öffnungszeiten und Kontakt