Klosterscheune
Willkommen in der kulturellen Mitte von Oberried! Die aufwendig restaurierte Scheune aus dem 17. Jahrhundert dient heute mit besonderem Ambiente als Eventlocation und Treffpunkt von Oberried.
Bis weit in das 17. Jahrhundert zurück reicht die Geschichte der
Klosterscheune in Oberried - oder, wie sie liebevoll auf alemannisch genannt
wird, der "Klosterschiire". Mehrere Jahrzehnte fristete sie
ein Dornröschen-Dasein, bis sie schließlich in den Jahren 2010/2011 unter
Bürgermeister Winterhalter aufwändig, aber behutsam restauriert und
saniert wurde und in ein Bürger- und Kulturhaus umgebaut wurde.
Heute findet hier das Vereinsleben der Gemeinde statt, sowie Veranstaltungen wie Konzerte, Vorträge und mehr. Der wöchentliche Markt Freitagnachmittag ist fester Treffpunkt der Oberrieder Einwohner.
Das Magazin "Mein Schwarzwald" stellte in seiner Ausgabe Februar bis April 2026 zehn "außergewöhnliche Kleinkunstbühnen" von Rastatt bis Lörrach vor. Bewertet wurden die besondere Atmosphäre der Spielstätten in den meist historischen Gebäuden sowie das künstlerische Niveau des Programms. „KliK – Kleinkunst in der Klosterschiire“ Oberried vertritt den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in diesen Top Ten – eine hohe Auszeichnung für die erst 2012 gegründete Bühne.
Rrojektierung u. Bauleitung: Willi Sutter u. Oliver Hug
Sanierungskosten: 1.750.000 €, gefördert mit 730.000 € aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm der Bundesrepublik Deutschland
Historie des Anwesens
1684: Bau der heutigen Klosteranlage einschließlich der östlich des Klosters liegenden kleinen Klosterscheune.
1806: Auflösungdes Klosters, Übernahme des Westflügels des Klosters (heutiges Rathaus) und des westlichen Drittels der kleinen Klosterscheune (Bereich der heutigen Markthalle u. des zweiten Kellers) mit anschließendem Gelände durch die großherzogliche Domänenverwaltung, der östliche Teil (heutigePfarrscheune) bleibt im Eigentum der Pfarrgemeinde.
1832: Verkauf des westlichen Teils der kleinen Klosterscheune mit dem dazu gehörenden Gelände an den Stockacher Weinhändler Mathias Ortlieb, Bau des Wohnhauses mit Weinkeller nach Westen anschließend an die kleine Klosterscheune.
1842: Verkauf des Ortliebschen Besitzes an die Waldgenossenschaft Oberried, danach Sitz des staatlichen Forstinspektion.
1850: Versteigerung, neuer Besitzer ist der Landwirt und Bürgermeister Franz Sales Wiederle vom Adamshof im Zastler, Teilabriss und Umbau des angrenzenden Teils der kleinen Klosterscheune, Errichtung des Scheunen- und Stallgebäudes über dem Keller der kleinen Klosterscheune (heute Bürgersaal und Markthalle). Die Tochter Maria des Franz Sales Wiederle heiratete Karl Riegel vom Reesenbauernhof in Zarten. So kam das Anwesen in den Besitz der Familie Riegel.
2002: Tod des letzten Besitzers des Anwesens, Bruno Riegel
2007: Kauf des Anwesens (Wohnhaus mit Scheune, Nebengebäude und dazugehörigem Gelände) von den Erben, Carmen und Frank Riegel, durch die Gemeinde Oberried zum Preis von 450.000 €, gefördert mit einem 60%-Zuschuss aus dem Landessanierungsprogramm von Baden-Württemberg
2010: Beginn des Umbaus zum Bürger- und Kulturhaus
2011: Einweihung der sanierten Klosterscheune
Seit 2012: Wöchentlicher Markt in der Klosterscheune
(Quelle: Hermann Andris, früherer Mesner zu Oberried)
Kontakt
Adresse
Klosterscheune
Klosterplatz 1
79254 Oberried